Blackout... das Buch

Aufgewachsen bin ich in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in Ludwigsburg, einer Stadt mit damals 70.000 Einwohnern 20 km nördlich von Stuttgart. Wir lebten also nicht irgendwo in der Pampa oder im tiefsten Schwarzwald.

Trotzdem waren bei uns zu Hause immer eine Taschenlampe, Kerzen und Zündhölzer griffbereit wegen Stromausfall. Diese wurden dann auch regelmäßig, z. B. bei Gewittern gebraucht.

Aber das war alles keine große Sache, das Licht ging eben aus, der Kohleofen tat weiter, was er sollte, er gab warm, ein Gefriergerät hatten wir nicht, das Fernsehen, 1 Programm in schwarz/weiß, war verzichtbar und Kollateralschäden im Aquarium waren auch nicht zu befürchten - es gab keines.

So ging meine Jugend mit mal mehr oder weniger kleinen Stromausfällen glücklich vorbei.

Bis ich dann über Weihnachten 1999 in unserem Haus in Ostfrankreich war. Wir lagen am ersten Weihnachtsfeiertag abends im Bett und wunderten uns über die Franzosen, die mitten in der Nacht zum Jagen gehen. Auf dem Weg zum Bäcker am nächsten Morgen war alles klar - das waren keine Gewehrschüsse, sondern umstürzende Bäume gewesen. Der Sturm Lothar hatte uns besucht.

Also zurück ins Haus, den Lichtschalter getestet, nichts. Nach dem FI geschaut, der war drin.

Ok, Stromausfall, wird schon nicht lange dauern. 2 Stücke Holz in den Ofen, damit es warm bleibt.

Gegen Mittag wollten wir dann zuhause anrufen um zu melden: Alles in Ordnung, uns geht’s gut. Kein Telefon. Mobil telefonieren ging auch nicht, mein Akku war voll, aber der Netzbetreiber hatte keinen Saft mehr.

Am frühen Abend wollten wir dann doch noch etwas einkaufen, man weiß ja nie, wie lange das noch dauert. Alle Supermärkte waren zu, Bäckereien geschlossen und an der Tanke gab es auch keinen Sprit.

Die Bilanz dieses Sturms: 110 Tote, Gesamtschaden ca. 6 Milliarden Euro und Dörfer, die teilweise bis zu 3 Wochen keinen Strom und kein Telefon hatten.

Das war dann so meine erste Erfahrung mit einem richtigen Stromausfall.

 

Dass es noch schlimmer kommen könnte, habe ich dann in diesem Buch gelesen.

Im Juni 2012 war ich auf einer Reise um unsere Händler zu besuchen, als mir der Feierabend-Lesestoff ausging. Da entdeckte ich das Buch Blackout, das hatte ja was mit meinem Job zu tun, also kaufte ich es. Also ich kann Ihnen sagen, ich bin ja schon eine Leseratte, aber das Buch habe ich verschlungen.

Das Szenario ist logisch aufgebaut und überaus spannend. Alles was hier beschrieben wird, kann so oder ähnlich im wirklichen Leben auch passieren.

Obwohl ich, wie oben beschrieben, ja schon einige Stromausfälle erlebt habe, hätte ich mir diese Konsequenzen nicht ausmalen können.

Hier ist ganz deutlich zu sehen:

Ohne Strom geht nichts.

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Kommentare: 1
  • #1

    Jürgen M. (Sonntag, 11 Januar 2015 00:56)

    Hallo Schreiber,
    ich las das Buch auch. Es ist erschreckend, wie glaube ich im Nachwort zu lesen ist, gab es wohl gleichzeitig eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie die eben ein solches Szenario beleuchten soll nahezu das selbe Ergebniss. Die ist öffentlich, ich lud sie mir auch herunterund las sie. Ergebnis: Ohne Strom... läuft wirklich nichts. Ein vernünftiges Notstromakregat können wir uns nicht leisten, doch sind wir nun seit längerem dabei, uns für einen solchen Fall zu rüsten, Strom ist damit für uns ein Luxusgut geworden. Aktuell haben wir eine brauchbare Solarnotanlage, wenig Leistung, aber dazu in der Lage, Akkus in der Größe einer Motorradbatterie zu laden. Auch damit lassen sich einige Dinge im Notfall erledigen. Es ändert nichts an den Problemen mit Wasser/Abwasser, medizinischer Versorgung etc. aber es hilft. Funkgeräte laden, 12V Pumpen und so weiter.
    Ich stimme zu, ohne Strom läüft fast nichts mehr wie gewohnt, wohl dem, der mit einer vernünftigen Notstromanlage gesegnet ist. (und einem passenden Brunnen :-)
    Mit einem Notstromversorger allein ist es nicht getan, es muss einem bewusst werden, wo die Probleme liegen und wie man vorsorgen kann. Wie viel Kraftstoff lagere ich ein? Wie lange ist der haltbar? Rotierendes System... etc.
    Derzeit sieht es für mich so aus, das die Fische in unseren Aquarien leider sterben werden. Lest das Buch, die Fische sind das kleinste Opfer...

    Jürgen

Ihr großer Stromerzeuger- und Notstromaggregat-Spezialist aus Vogtsburg im Kaiserstuhl in der Region Freiburg und Kreis Breisgau-Hochschwarzwald.

 

Feeser GmbH, Auf der Haid 14, 79235 Vogtsburg i.K.
Achkarren - Gewerbepark

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